Castorbehälter werden von Jülich nach Ahaus transportiert
„Die Entfesselung der Atomenergie hat kein neues Problem geschaffen. Sie hat lediglich die Notwendigkeit der Lösung eines bereits vorher bestehenden Problems noch akuter gemacht.“
Albert Einstein
Vorwort
Vor wenigen Tagen hatte ich mich zu den Risiken der Atomenergie geäußert. Wie sie wissen, sehe ich die Atomenergie einschließlich der Müllproblematik nicht als überaus gefährlich an. Vielmehr halte ich die Reaktionen der Deutschen auf das Thema Strahlung als hysterisch.
Ich hätte da niemals gedacht, dass nur wenige Tage später das Thema aufpoppt und letztlich meine Thesen bestätigt.
Das Versuchskernkraftwerk AVR Jülich
Ich möchte mich hier nicht über die Funktionsweise dieses Kraftwerks auslassen. Wen das interessiert, der soll dem Link folgen.
Fest steht, dass dieses Kraftwerk in Jülich von 1966 bis 1988 betrieben wurde. Seitdem dient die Anlage als Zwischenlager für Atommüll. Allerdings wurde dort nicht nur der Müll der eigenen Anlage in Castor-Behältern zwischengelagert, sondern es kamen auch Castor-Behälter aus anderen Atomkraftwerken dazu. Schwachstrahlende Abfälle sollen hier nicht weiter erwähnt werden.
Die Betriebserlaubnis läuft aus
Mittlerweile werden dort weit über 100 Castoren zwischengelagert. Mir liegen Zahlen zwischen 140 und 152 vor. Offiziell sollte die Betriebserlaubnis schon 2013 auslaufen. Da aber ein alternatives Zwischenlager nicht rechtzeitig aufnahmebereit war, mussten die Castoren zunächst in Jülich verbleiben. Jetzt ist es aber soweit. Die Castoren sollen in das Zwischenlager Ahaus verbracht werden. Hierzu möchte ich bemerken, auch Ahaus ist offiziell nur ein Zwischenlager. Dank der Grünen haben wir in Deutschland noch kein geeignetes Endlager gefunden. Wieder einmal spielt dabei der ehemalige Umweltminister Jürgen Tritt-ihn eine wesentliche Rolle. Denn wenn kein geeigneter Endlagerort gefunden werden kann, dann muss das ja sehr gefährlich sein. Ist es zwar nicht, aber Hauptsache der doofe Bürger glaubt es.
Merkwürdigerweise hat man in anderen Ländern längst solche Lagerstätten gefunden.
Wir transportieren diesen Müll also in ein anderes Lager, wohlwissend, dass man den irgendwann noch einmal anfassen muss.
Die Gefahrenlage
Seit 1988 lagern in Jülich also diese Castoren. Ziemlich offen, lediglich von starken Mauern umgeben. Die liegen da also seit fast vierzig Jahren. Und haben sie jemals von irgendwelchen Zwischenfällen gehört? Ich nicht. Die Castor-Behälter sind dabei in einem solch guten Zustand, dass man sie jetzt einfach auf LKW laden und nach Ahaus transportieren kann. Von den Behältern dürfte also kaum eine Gefahr ausgehen.
Die Transporte
Trotzdem muss die Polizei die Transporte massiv absichern. Allerdings geht die Gefahr nicht unmittelbar vom Transportgut aus, sondern vielmehr von erwarteten Demonstranten. Ich komme nochmal darauf zurück.
Meiner Einschätzung nach, sind die Castoren so sicher, dass sie selbst bei Unfällen das gefährliche Gut nicht preisgeben. Ein Sattelauflieger mit 30.000 Litern Diesel dürfte gefährlicher sein. Unfälle mit auslaufendem Diesel hatten wir schon häufiger. Trotzdem brauchen die keinen Polizeischutz.
Dem Grunde nach könnte man die Castor-Transporte wie normale Schwertransporte abwickeln. Wären da halt nicht die Demonstranten. Ich kann mich da noch an Transporte in das Zwischenlager Gorleben erinnern, wo linke Krawallmacher einen regelrechten Krieg gegen die Bahn und die Bundespolizei angezettelt haben. Übrigens, auch da wurde kein einziger Castor-Behälter gravierend beschädigt.
Die Demonstranten
Bei den jetzigen Transporten gibt es auch Demonstranten. Es sind aber bei weitem weniger als damals. Was ich mich dabei frage, für was demonstrieren die? Die Atomenergie ist ein totes Pferd. Und jetzt muss halt der Müll umgelagert werden. Wozu also die Demonstrationen. Ich könnte ja noch verstehen, wenn da auf der Straße Freudentänze stattfinden würden. Aber nein, die demonstrieren für irgendwas. Wahrscheinlich handelt es sich um irgendwelche Alt-Grüne oder Alt-Linke. Bilder in den Nachrichten haben bei mir den Eindruck erweckt, dass da welche dabei waren, die den Atomausstieg noch gar nicht mitbekommen haben.
Es ist aber egal, was die Motivation dieser Deppen ist. Entscheidend ist, dass genau deshalb ein so großer Sicherheitsaufwand betrieben werden muss. Aber auch das ist nicht neu. Grüne machen nichts besser, aber alles teurer.
Die Moral von der Geschichte
Da transportiert man Material, was 40 Jahre ohne Zwischenfall gelagert worden ist, für teures Geld in ein neues Zwischenlager, wo es sicher wieder 40 Jahre zwischengelagert wird, wahrscheinlich aber noch viel länger. Da fragt man sich, wo darin der Vorteil liegt?
Eigentlich hätte man den Lagerort in Jülich auch beibehalten können, wäre jedenfalls billiger gewesen. Die Überwachung der Behälter kann man heute relativ einfach mit Drohnen bewerkstelligen. Das verringert auch den Personalaufwand deutlich. Ein paar Mann Sicherheitspersonal zur Abwehr von gewaltbereiten Grünen, mehr braucht es nicht.
Und wenn der Mist wirklich so gefährlich sein soll, warum transportiert man ihn dann quer durch Nord-Rhein-Westfalen?
Für mich ist das wieder ein starkes Indiz, dass dieser Atommüll gefährlicher gemacht wird, als er wirklich ist.
Ihnen kann ich nur eines mitgeben. Trauen sie keinem Politiker, einem Grünen aber schon gar nicht!