Der Berliner Katastrophenschutz ist eine Katastrophe
„Man möchte meinen, dass die Leute auf die Katastrophe gut vorbereitet sind, wenn sie sie doch selbst herbeirufen.“
Pavel Kosorin (deutsche Übersetzung)
Zu den Fakten
Es ist unglaublich schwer, aus den vorhandenen Meldungen einen chronologischen Ablauf zu erstellen. In den alternativen Medien jagt eine Meldung die nächste. In den Qualitätsmedien kommen die Nachrichten höchst dürftig. Man will die linke Regierung wohl nicht zu sehr piesacken. Da kommt die Maduro-Affaire gerade recht. Da geht in Berlin das Licht aus und ARD und ZDF berichten über Maduro. Klar, da kann man Trump mal wieder so richtig schlecht machen und die linken Freunde in Berlin in Ruhe lassen. Nun ja, wir kennen deren Schwerpunkte. Ich versuche es aber trotzdem.
Am Samstag dem 03. Januar fällt im Südwesten Berlins der Strom aus. Etwa 40.000 Haushalte, also etwa 100.000 Menschen sind ohne Strom. Noch ist die Ursache unklar. Keiner weiß wie lange das dauert. Woher denn auch. Gegen Mittag ist klar, zumindest gehe ich davon aus, dass ein Brand an einer zentralen Stromleitung die Ursache ist. Es könnte also etwas länger dauern. Ich nehme an, dass zu diesem Zeitpunkt die Blaulichtorganisationen schon versuchen, das Schlimmste abzufedern. Ich gehe auch davon aus, dass die entsprechenden Leitstellen schon Klarheit über das Ausmaß des Ereignisses haben. Ob sie die politischen Verantwortungsträger schon informiert haben entzieht sich meiner Kenntnis.
Der Führer schläft
Jedenfalls erklärt die Innensenatorin erst am Sonntagabend die große Schadenslage, eine Alarmierungsstufe unterhalb der Katastrophe.
Erst ab dann werden auch andere Behörden alarmiert. Krisenstäbe eingerichtet. Vom regierenden Bürgermeister ist nichts zu hören, schon gar nichts zu sehen. In einem späteren Interview erklärt er, er habe von zu Hause Telefonate geführt und viele Dinge koordiniert. Allein zu Haus, ohne Stab und somit ohne Kenntnis der Lage. Der hat was koordiniert. Wer das glaubt, der zieht sich auch die Hose mit der Kneifzange an.
Irgendwie erinnert das an die grüne Anne Spiegel während der Ahrtal-Katastrophe. Mittlerweile ist Dienstag. Und noch immer sind zwei Drittel der Betroffene ohne Strom. Allerdings greifen nun die Maßnahmen. Angeblich soll sogar schon Bundeswehr unterstützen. Aber genaueres erfährt man halt nicht. Bis Donnerstag soll die Krise bewältigt sein. Hoffen wir einfach mal, dass dieser Termin eingehalten werden kann.
Einige Bemerkungen
Für den Katastrophenschutz sind die Länder zuständig. Die delegieren aber viele Aufgaben an die Landkreise. Prinzipiell gilt das auch für die Stadtstaaten. Die Landesregierung ist gesamtverantwortlich, die Kreisebene wird von den Stadtbezirken dargestellt. In Berlin gibt es derer 12. Die Bezirksbürgermeister, vergleichbar mit den Landräten, werden auch hier bei Kommunalwahlen gewählt.

In diesem Fall ist der Bezirk Steglitz-Zehlendorf betroffen. Somit ist auch dessen grüne Bezirksbürgermeisterin Maren Schellenberg zunächst hauptverantwortlich für die Bewältigung der Krise.
Wenn man die Größe der betroffenen Region sieht, dann ist das nur ein relativ kleiner Teil von Berlin. Eigentlich dürfte es für so ein Land kein Problem darstellen, solch eine Lage zu bewältigen. Man muss halt frühzeitig alle Kräfte bündeln. Und in den zwölf Bezirken sollte da schon einiges verfügbar sein.
Darüber hinaus liegt der betroffene Bereich direkt an der Grenze zu Brandenburg. Auch Potsdam ist nicht allzu weit weg. Auch da hätte man mit Sicherheit schnell Hilfe bekommen können. Aber letztendlich klappt das nur, wenn es geplant und besser noch geübt worden ist.
Die Auswirkungen
Wenn der Strom weg ist, dann geht gar nichts mehr. Dass Licht, Herd, Wasserkocher und andere Haushaltsgeräte nicht mehr funktionieren ist klar. Ein richtiges Problem ist aber der Ausfall sämtlicher Kommunikationsmittel. Kein Radio, kein Fernsehen, und auch Handy funktioniert nur eingeschränkt. Möglicherweise ist ja auch ein Turm für das Handynetz betroffen. Und so ist es nur noch erschwert möglich, Informationen an die Betroffenen weiterzuleiten.
Aber auch die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung fällt aus. Denn in beiden Bereichen arbeiten elektrische Pumpen. In Zehlendorf soll eine Abwasserhebeanlage ausgefallen sein, und so kann das Abwasser nicht weiter ablaufen. Irgendwann stehen sie dann im wahrsten Sinne des Wortes in der Scheiße. Beim Trinkwasser gibt es noch Lösungen mit Tankwagen. Beim Abwasser wird das deutlich schwerer.
Noch ein Satz zum Heizungsproblem. Der Ausfall der Heizungen birgt die Gefahr, dass Wasserrohre einfrieren. Die können unter Umständen sogar platzen, was zu enormen Folgeschäden führen kann. Dann geht die Heizung auch nicht, wenn der Strom wieder da ist. Auch die berühmten Wärmepumpen können davon betroffen sein. Den grünen Jüngern wünsche ich sogar einen Totalschaden. Dann lernen sie vielleicht, dass ihre Klimareligion doch nicht so toll ist. Sorry, da musste ich einfach mal gehässig sein.
Ich könnte hier noch unzählige Faktoren anbringen, aber das würde einfach zu weit führen. Halten wir also fest, es geht absolut nichts mehr.
Möglichkeiten zur Hilfe
Ich möchte auch hier nicht auf jedes Detail eingehen. Aber einige Schwerpunkte sollen doch einmal angeführt werden. Die Leute in der Region können nicht einmal mehr ihre täglichen Einkäufe erledigen. Was spricht also dagegen, dass man eine kostenlose Busverbindung einrichtet, die die Bürger im dreißig-Minuten-Takt dorthin bringt, wo es noch Strom gibt. Das sollte doch für eine Stadt wie Berlin kein Problem sein. Die Busse müssen allerdings mit Diesel betrieben werden können. Nur zur Sicherheit.
Auch das Informationsmanagement sollte kein Problem sein. Wenn Funk und Fernsehen nicht mehr gehen, dann muss halt die Sonderzeitung wieder her. Es kann doch kein Problem sein, zweimal täglich eine vierseitige Zeitung zu produzieren, auf der alle wichtigen Informationen vermerkt sind. In einer Vier-Millonen-Stadt wie Berlin sollte das doch wohl möglich sein.
Auch die örtliche Stromversorgung darf nicht das Problem sein. Man muss doch nicht immer ganz groß denken. Im betroffenen Bezirk gibt es unzählige einzelstehende Häuser. Da reicht zunächst einmal ein kleiner Stromerzeuger, den es in jedem Baumarkt gibt, um zumindest die Heizung ans laufen zu bringen. Okay, bei einer Wärmepumpe könnte es schon knapp werden. Und ich bin mir sicher, dass man es den Bürgern zumuten kann, diese Dinger an zentralen Verteilerpunkten abzuholen. Denn gerade in diesem Bezirk dürfte die Masse ein eigens Auto haben.
Es ist natürlich seltsam, dass das THW in der Lage war, etwa 400 Stromerzeuger an die Ukraine abzugeben, und in Berlin fehlen sie jetzt.
Wo es problematisch wird, ist dann in größeren Wohngebäuden. Da muss dann tatsächlich Unterstützung von außen kommen.
Entscheidend ist jedenfalls der pragmatische Ansatz. Kleine, schnelle Lösungen, die kurzfristig Abhilfe schaffen, sind gefragt. Und wenn man dann den Bürgern mitteilt (Notzeitung), wo sie entsprechende Geräte abholen können, da helfen die sich auch selbst. Da bin ich mir sicher.
Merkwürdigkeiten
Notstromaggregate laufen in der Regel mit Diesel. Normalerweise holt man sich den bei Tankstellen. Größere Notstromaggregate wie bei Krankenhäusern müssen sich den Diesel liefern lassen. Was mich dabei wundert ist zum einen, dass es in diesem Bezirk wohl keine Tankstelle mit Notstromversorgung gibt. Dann wäre das Problem jedenfalls gelöst. Es wundert mich auch, dass Alten- und Pflegeheime nicht über eine Notstromversorgung verfügen. Das hätte nämlich die ganzen Evakuierungsmaßnahmen überflüssig gemacht. Zumindest müssten solche Institutionen notstromfähig gemacht sein. Dann könnte das Land Berlin entsprechende Aggregate zu Verfügung stellen, woher die Dinger dann auch immer kommen sollen.
Dass nicht jeder mit Notstrom der Katastrophenschützer versorgt werden kann, dürfte jedem klar sein.
Eine wichtige Erkenntnis
Ein ganzer Bezirk ist ohne Strom. Da kommt man mit Elektrogeräten nicht wirklich weit. Auch wenn die Entfernung zu nicht betroffenen Bereichen nicht übermäßig groß sind, Strom ins Katastrophengebiet zu transportieren wird immer eine Herausforderung bleiben. Da ist es schon deutlich einfacher, Diesel zu transportieren. Der kann dann auch für Aggregate und Fahrzeuge benutzt werden. Und genau das ist die Erkenntnis. In solch einem Fall brauchen wir Dieselbetriebene Fahrzeuge. Alles andere ist Mumpitz. Um so verwunderlicher ist es, dass man in Rheinland-Pfalz überlegt, die Polizei auf E-Autos umzurüsten. Dümmer geht es meines Erachtens nicht mehr.
Eine letzte große Frage
Für die Tat verantwortlich soll die linksextreme Vulkangruppe sein. Diese Gruppe ist schon seit über zehn Jahren aktiv, soll angeblich auch vom Verfassungsschutz beobachtet werden. Sie zeichnet verantwortlich für viele Anschläge auf kritische Infrastruktur. Auch der abgefackelte Strommast in Grünheide (Tesla) soll auf deren Konto gehen. Viele der Aktionen werden auf der linken Plattform Indymedia veröffentlicht. Ich verlinke jetzt nicht zu Wikipedia, denn die sind auf dem linken Auge blind.
Während man regierungskritische, teilweise harmlose Posts gnadenlos verfolgt, gelingt es den Sicherheitskräften nicht, diese Täter dingfest zu machen. Nach meinen Informationen hatte man von denen schon mal zwei festgenommen. Man hat sie aber gleich wieder laufen lassen, weil die Beweislast angeblich nicht ausreichte.
Wie sehe ich das. Es gibt hier zwei Möglichkeiten. Entweder sind diese linken Terroristen wirklich schlau, so dass man sie nicht fassen kann. Oder die Sicherheitsdienste über Polizei, Bundesanwaltschaft bis hin zum Verfassungsschutz haben kein wirkliches Interesse an der Strafverfolgung. Ich glaube, dass das Zweite der Grund ist. Immerhin geben die Grünen ja offen zu, dass sie die Institutionen mit „gutem“ Personal besetzt haben.
Wenn aber die Politik nicht Willens ist, solche Taten strikt zu verfolgen, dann ist auch die Macht der Polizei deutlich eingeschränkt.
Heute hat der regierende Bürgermeister Kai Wegner gesagt, dass man diese Terroristen mit allen Möglichkeiten zur Strecke bringen will. Ich frage mich nur, warum er das nicht schon in den letzten zehn Jahren gemacht hat. Okay, da war er ja auch noch Opposition. Trotzdem, Großartiges ist in dieser Hinsicht nicht von ihm zu vermelden. Wobei, was heißt hier in dieser Hinsicht?
Fazit
Es ist schlimm, dass so etwas überhaupt passieren kann. Und es ist ja nicht ein Einzelfall. Trotzdem wird man solche Anschläge nicht zu 100 Prozent verhindern können. Allerdings muss man dafür Notfallpläne haben. Und insbesondere die politisch Verantwortlichen, müssen im Umgang mit solchen Vorfällen geübt sein. Dafür gibt es Schulungen an der Bundesakademie für Bevölkerungsschutz und zivile Verteidigung (BABZ). Dort können die Krisenstäbe im Katastrophenschutz beübt werden. Es ist allerdings notwendig, dass die betroffenen Politiker überhaupt wissen, dass sie dafür verantwortlich sind. Ich glaube nicht, dass die Masse das weiß. Insbesondere bei Grünen und Linken dürfte das Wissen eher begrenzt sein.
Und dann sind entsprechende Notfallpläne auszuarbeiten. Das könnte sehr viel Zeit sparen und vor allem Leben retten. Dass man erst nach fast zwei Tagen die Großschadenslage beschließt, ist für mich viel zu spät. Das hätte man spätestens nach zwölf Stunden erkennen können, bzw. müssen. Aber lieber macht man sich Gedanken über Windmühlen im Grunewald.
Es gibt aber auch Grund zur Freude
Im Bezirk Steglitz-Zehlendorf leben nicht nur arme Menschen. Im Gegenteil, dort leben viele Gutbetuchte in einzelnstehenden Villen. Unter anderen soll auch Christian Lindner dort ein Haus besitzen. Man kann diesen Bereich durchaus mit Hamburg-Blankenese vergleichen. Dort wohnen also genau die Leute, die gerne die Grünen wählen. Und da freut es mich schon, dass die von dieser Lage betroffen sind. Bedauerlicherweise ist nicht davon auszugehen, dass sie aus dieser Erfahrung lernen. Die werden weiterhin Grün wählen. Trotzdem, in diesem Fall hat es durchaus die Richtigen getroffen.