Stratege oder unberechenbarer Idiot?

Was will Trump wirklich?

„Wenn sie keine Strategie haben, sind sie Teil der Strategie eines anderen.“
Alvin Toffler

Trump und die Europäer

Den Europäern ist Trump suspekt. Er folgt halt nicht dem linken Wokismus der Europäer, im Gegenteil, er fordert die Europäer auf, endlich damit aufzuräumen. Es spielt dabei überhaupt keine Rolle, ob er recht hat oder nicht. Es ist allerdings nicht von der Hand zu weisen, dass die Europäer sich mit ihrem überbordenden Moralismus und ihrem ausgeprägten Gutmenschentum ihr Grab selbst schaufeln. Ob unkontrollierte Migrationspolitik oder die völlig irrsinnige Energiepolitik, zum Vorteil der EU-Staaten ist das sicherlich nicht. Und genau das bemängelt die US-Administration.

Und das reicht dann schon aus, dass Politik und Medien alles versuchen, Trump als einen unberechenbaren Idioten darzustellen. Jede seiner Handlung wird negativ konnotiert. Eine wirklich sachliche Analyse vermisse ich gänzlich.
Ich glaube aber, dass auch europäische Politiker und Medien durchaus erkennen, wohin der Hase läuft. Sie alle sind aber nicht in der Lage, sich eigene Fehler einzugestehen, dann wäre ihr Handeln der letzten Jahre ja gänzlich falsch gewesen. Um so weniger sind sie in der Lage, eine entsprechende Wende einzuführen. Und so verliert Europa auf der weltpolitischen Bühne gänzlich seine Bedeutung. Ich glaube nicht, dass das von Trump gewünscht ist. Der hätte lieber ein starkes Europa, dass hat er in seiner nationalen Sicherheitsstrategie mehr als deutlich herausgestellt.

USA und China

In der nationalen Sicherheitsstrategie der vereinigten Staaten ist deutlich erkennbar, dass China als der große Konkurrent anzusehen ist. Ich glaube nicht, dass Trump da falsch liegt. Denn China verfolgt eine sehr offensive Wirtschaftspolitik, von fairem Handel kann da sicherlich nicht die Rede sein. Und wenn es irgendwo um Rohstoffressourcen geht, dann kann man sicher sein, die Chinesen sind schon da.

Aufgrund seiner nach wie vor wachsenden Wirtschaft ist China außerordentlich energiehungrig. Trotz der Größe des Landes und einem enormen Reichtum an Bodenschätzen führt China nach wie vor Öl und Kohle im großen Stil ein. Natürlich bauen die auch alternative Kraftwerke. Die sehen das aber nur als Ergänzung. Schwerpunkt der Energieerzeugung ist neben Kernenergie nach wie vor Kohle und Öl. Und das wird im großen Stil importiert.

Die Straße vom Hormuz

Infolge des Krieges hat der Iran die Straße von Hormuz gesperrt. Das hat zu einem massiven Anstieg der Ölpreise geführt, wenn auch nicht alle Länder der Erde gleichermaßen betroffen sind. Die Mengen, die nach Europa oder in die USA gehen, dürften fast vernachlässigbar sein. In diesem Zusammenhang bin ich auf einen Post bei X gestoßen, der dieses Bild zeigt. Und da müssen wir feststellen, dass China davon am stärksten betroffen ist. China hat nämlich in großen Stil Öl aus dem Iran importiert. Sanktion haben China dabei nie interessiert.

Wenn man jetzt noch berücksichtigt, dass Venezuela der zweite große Öllieferant Chinas war, dann wird da plötzlich ein ganz anderer Schuh draus.

Wirtschaftliche Bedeutung

Erinnern wir uns nur kurz an das Projekt „die neue Seidenstraße“. Hier wird nach und nach eine Bahnverbindung von China nach Europa gebaut. Ein erster Güterzug ist auf diese Weise unter großem Jubel der Scholz-Regierung in Duisburg angekommen. Wenn es auch keine weiteren Züge gab, so ist diese Verbindung nicht aus den Augen zu verlieren. Und jetzt schauen sie das beigefügte Schaubild an (auch aus einem X-Post). Diese neue Seidenstraße führt durch den Iran.

Gleichzeitig versucht China auch eine maritime Seidenstraße nach Europa einzurichten. Der Kauf von Teilen der Häfen Piräus, Hamburg und Rotterdam sind dabei Hinweis genug. Auch dieser Handelsweg führt durch das Krisengebiet, durch das rote Meer und den Suez-Kanal. Und diese Wasserstraßen können durch Waffen des Iran, insbesondere der Huthi im Jemen erreicht werden.

Kann es sein, dass auch hier China wieder der Verlierer ist?
Da die EU enge Handelsbeziehungen zu China pflegt, ist natürlich auch die betroffen. Aber Europa im derzeitigen Zustand dürfte bei den Großmächten nur von mäßigem Interesse sein.

Schlussgedanken

Lösen wir uns nur einmal kurz von dem durch die Medien verbreiteten Narrativ, Trump sei impulsiv, unberechenbar und dumm.
Selbst, wenn das stimmen würde, was ich nicht glaube, dann hat er in seiner Regierung eine Menge fähige Leute, die ihn beraten. Ich halte beispielsweise seinen Vize, J.D. Vance, oder auch den Außenminister Marco Rubio und den Verteidigungsminister Pete Hegseth, durchaus für kompetent. Zumindest hinter unseren Pappnasen müssen die sich nicht verstecken.
Gehen wir einfach mal davon aus, dass die, entgegen der Meinung unserer Spezialdemokraten, doch eine Strategie verfolgen. Könnte es dann sein, dass da mehr dahintersteckt? Auch in Grönland ging es doch in erster Linie um die Kontrolle des Nordmeeres.

Wenn ich ehrlich bin, ich weiß es nicht. Aber bei genauerem Hinschauen entsteht für aber doch ein nachvollziehbares Bild.

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