Wir müssen doch noch einmal über PCR-Tests sprechen

Mers

Können sie sich noch an das Jahr 2013 erinnern. Genau in diesem Jahr tauchten in den europäischen Medien Informationen über ein neuartiges Virus auf. Es handelte sich um eine bis dahin unbekannte Corona Variante. Wir würden heute Mutation sagen. Das klingt einfach gefährlicher.
Dieses Virus hatte man damals in Saudi Arabien und angrenzenden Ländern ausgemacht. Daher bekam das Virus die Bezeichnung „Middle East Respiratory Syndrom“. Unter der Kurzbezeichnung „Mers“ dürfte uns das noch geläufig sein.

Einsatz von PCR-Tests

Schon dort kamen PCR-Tests zum Einsatz. In diesem Zusammenhang habe ich die Fotografie eines Zeitungsausschnitts aus der „WirtschaftsWoche“ vom 16. Mai 2014 zugespielt bekommen. Zunächst war ich mir nicht sicher, ob es sich hierbei um Fake-News handeln könnte. Als ich dann aber heute auf einen Bericht in „Die Welt“ stieß, der genau dieses Thema aufgriff, war mir klar, dass dieser Ausschnitt echt sein muss.

Wirtschaftswoche vom 16.05.2014 In dieser Ausgabe wird Herr Drosten, heute einer der wichtigsten Merkel-Berater, zitiert.

Könnte es sein, dass es bei der CoViD-19 Krise Parallelen gibt?

Wie funktioniert diser PCR-Test nochmal?

Zum Thema PCR-Test hatte ich mich im Januar schon einmal geäußert.
Man nimmt bei einem Verdachtsfall einen Abstrich und läßt diesen mehrere Zyklen durchlaufen, in denen sich das Erbgut des Virus vermehren kann. Ist in der Probe schon am Anfang sehr viel Virusmaterial, dann kann ich das Virus schon nach wenigen Zyklen nachweisen. Ist bei einer Probe das Virusmaterial sehr gering, dann brauche ich für einen Nachweis deutlich mehr Zyklen. Die Anzahl der Zyklen bezeichnet man mit dem Ct-Wert (Ct steht für cycle threshold). Ab einem Wert von etwa 30 ist eine Ansteckungsgefahr gemäß wissenschaftlicher Studien so gut wie ausgeschlossen. Trotzdem ist die 30 für Deutschland festgeschrieben. Oder sind es sogar 35?`Findet man dann Spuren von Virenmaterial gilt der Betroffene als infiziert.

Man kann also feststellen, dass der Nachweis von Virenmaterial erheblich vom Ct-Wert abhängt. Es ist deshalb um so erstaunlicher, dass dieser Ct-Wert in Deutschland keine Beachtung findet.

So schrieb der Harvard-Epidemiologe Michael Mina vor einigen Tagen bei Twitter: „Unglaublich, dass Ct-Werte zusammen mit einem positiven Sars-CoV-2-PCR immer noch selten gemeldet werden. Oft ist der Ct-Wert die einzige Information, die ein Arzt oder Kontaktnachverfolger über eine positive Person kennt. Dass wir Ct-Werte wegwerfen, ist bemerkenswert.“ Weiterhin sagte er in einem Interview: „Wir müssen aufhören zu denken, dass jemand positiv oder negativ ist, sondern uns fragen, wie positiv jemand ist.“

Madrid, Spanien

Aufgrund dieser Tatsachen hat man in Madrid begonnen, sich die Ct-Werte genauer anzuschauen. Erkenntnis war, dass der Ct-Wert bei ca. 50% der positiven Fälle über 30 lag. Das heißt bei ca. 50% der Fälle lag keine Infektion und schon gar keine Erkrankung vor. Übertragen sie das einmal auf die Zahlen in Deutschland.

Noch einmal Drosten

Nachdem im Mai 2014 in Saudi Arabien nicht nur Menschen mit Symptomen, sondern auch Kontaktpersonen getestet wurden, äußerte sich Drosten wie folgt: „Etwas Dramatisches hat sich geändert, und das ist die Falldefinition. Früher wurden Tests bei Patienten durchgeführt, die eine Lungenentzündung hatten und Intensivpflege benötigten. Aber jetzt werden Menschen getestet, nicht weil sie krank sind, sondern weil sie Kontakt mit einem Patienten hatten. Einige von ihnen wurden positiv getestet, aber viele von ihnen werden nicht wirklich krank.“

Von diesem Sachverhalt war ich nicht wirklich überrascht. Denn das ist in Deutschland derzeit Realität. Überrascht hat mich aber, dass diese Aussage von Herrn Drosten höchstpersönlich kommt. Kann es sein, dass er vergessen hat, diesen Sachverhalt bei seinen Beratungen zu erläutern?

„Die Welt“ hat Drosten in diesem Zusammenhang angefragt, ob es bei der Testung Unterschiede zwischen Mers und CoViD-19 gebe. Eine Antwort steht noch aus. Glauben sie, dass noch eine kommt?

Und wie reagiert die Politik?

Die Politik stützt sich nach wie vor auf die sogenannten Positiv-Tests und den daraus errechneten Inzidenzwerten. Ein realistisches Bild über die wirklich Erkrankten wird so nicht erstellt werden können. Wir werden blind bleiben.
Das RKI schaut dabei tatenlos zu, liefert der Regierung die Zahlen, die sie hören möchte. So ein Institut kostet Geld, brauchen tut es keiner. Mein Vorschlag: sofort auflösen!

Und die anderen Berater?

Die arbeiten nach dem Prinzip: je länger die Krise dauert, um so wichtiger bin ich. Das spricht allerdings nicht für Fachexpertise, sondern viel mehr für eine Profilneurose.
Mein Vorschlag: alle sofort entlassen!
Wenn sie jetzt wissen wollen, wen ich meine, ich hülle mich in Schweigen.
Suchen sie sich irgendeinen aus. Sie werden sicher nicht den Falschen erwischen.

Ich hänge den entsprechenden Link zum Beitrag aus „Die Welt“ an. Ich weiß, dass dieser möglicherweise nicht von jedem geöffnet werden kann.

https://www.welt.de/debatte/kommentare/article230407507/Ct-Wert-Wir-muessen-die-Ergebnisse-der-PCR-Tests-genauer-auswerten.html?cid=onsite.onsitesearch

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