Die Ostertage sind vorbei

Gedanken zum Osterfest

„Der König sagte zum Priester: Halte du sie dumm, ich halte sie arm.“
Autor unbekannt

Der Anlass

Ostern kam, und es war eigentlich wie immer. Man hat die Familie um sich versammelt, die Enkel haben Eier gesucht und kleine Geschenke erhalten. Mittags wurde gut gegessen. Es waren schöne Tage. Eigentlich gibt es keinen Grund, darüber zu berichten.
Und trotzdem, am Karfreitag ging dann die Diskussion wieder los, dass es an diesem Tag keine Tanzveranstaltungen geben dürfe. Und da habe ich mich dann gefragt: wieso eigentlich nicht?
Nun ja, und da habe ich mir gedacht, denken wir doch einfach mal nach. Was ist mir in diesen Tagen so aufgefallen. Und was verbinde ich eigentlich mit Ostern?

Der Ursprung des Osterfestes

Es ist schon erstaunlich, dass bei Straßenumfragen vielen Menschen die Bedeutung des Osterfestes nicht mehr geläufig ist. Im christlich geprägten Abendland gibt es Menschen, denen das Osterfest nichts mehr sagt. Ein paar gewonnenen arbeitsfreie Tage, das ist schön. Und mehr nicht?

Ich bin nicht besonders christlich geprägt. Zumindest was die kirchlichen Riten angeht. Dennoch ist mir bewusst, dass unser Leben in der Gemeinschaft wesentlich auf christliche Regeln beruht. Natürlich spielen die zehn Gebote eine große Rolle. Für die Christen ist das aber nicht alles. Der eigentliche Ursprung des Christentums stützt sich letztendlich auf die Leidensgeschichte Christi. Und diese ist in den vier Evangelien des neuen Testaments niedergeschrieben.

Wer ist dieser Jesus Christus?

Nun ja, ich gehe davon aus, dass den meisten doch diese Geschichte geläufig ist. Im Weiteren werde ich diese Geschichte in Schlagworten schildern, ohne die Einzelheiten zu bewerten. Der Glaube fängt dort an, wo das Wissen aufhört.

Er ist also geboren von der Jungfrau Maria. Die unbefleckte Empfängnis, das ist das Schlagwort dazu. Er wächst dann auf bei seinem „Vater“, einem Zimmermann. Er selbst lernt auch das Handwerk des Zimmermanns. Und dann bekennt er sich zu einer neuen Lehre. Vielleicht hat er sie auch selbst erfunden. Jedenfalls ist ihm wichtig, in Gott nicht die strafende Gerechtigkeit zu sehen, sondern die Barmherzigkeit. Und diese Barmherzigkeit fordert er auch von seinen Mitmenschen. Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.
Irgendwas war dann auch mit einer Wüste. Da weiß ich aber nicht mehr so genau, wie das abgelaufen ist. Ich meine aber, dass sich auf diesen Lebensabschnitt die Fastenzeit der Christen begründet.

Weiterhin ist bekannt, dass er Getreue um sich versammelt hat, die wir heute als Jünger oder Apostel bezeichnen. Warum es genau 12 sind, weiß ich nicht. Mit diesen zieht er durch das Land. Dabei soll er einige Wunder vollbracht haben. Details dazu können sie auf der Seite kirchejesuchristi.org lesen.

Mit seiner Lehre verärgerte er allerdings die jüdischen Geistlichen, die in daher vor Gericht gebracht haben. Jesus wurde zum Tode am Kreuz verurteilt. Das Urteil wurde am Karfreitag durch die römischen Besatzer vollstreckt. Jesus hat mit diesem Urteil die Sünden der Welt auf sich genommen. Bekannt ist einer der letzten Sätze die er am Kreuz gesprochen haben soll: „Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun.“ Wenige Tage nach der Kreuzigung ist er wiederauferstanden. Und das ist wohl der Ursprung des christlichen Glaubens.
Ich will das hier nicht weiter ausführen. Zum Verständnis meiner weiteren Gedanken sollte dieser Zusammenschnitt auch völlig ausreichen.

Meine Bewertung

Viele Menschen, selbst gläubige Christen beschränken ihren Glauben auf die Ereignisse des Osterfestes. Ich finde, das ist zu kurz gegriffen. Ob man an die Wunder glaubt, ob man glaubt Jesus sei der Sohn Gottes, das spielt alles keine Rolle. Ich glaube viel mehr, dass das ganze Wirken dieses Menschen einen großen Einfluss auf seine Gefolgschaft gehabt haben dürfte. Er hat eben nicht nur geredet, er hat auch danach gelebt. Er hat eben nicht Wasser gepredigt und Wein getrunken. Nein, er hat aus Wasser Wein gemacht, so dass alle Wein trinken konnten. Und wenn Menschen gehungert haben, dann hat er auf wundersame Weise die Speisen so vermehrt, dass für alle etwas da war.

Das unterscheidet ihn übrigens von unseren grünen Göttern.
Er hat auch keine Standesunterschiede gemacht. Jeder Mensch war für ihn gleich, egal welchen Beruf oder welchen gesellschaftlichen Status er hatte. Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Ich glaube, das sagt alles.
Einen Höhepunkt seines Weges besteht in meinen Augen in der Bergpredigt (Matthäus 5,1 und folgende). Dort macht er sehr deutlich, was er von seinen Mitmenschen erwartet. Ich glaube, dass dürfte eigentlich ein wesentlicher Standpunkt christlicher Lehre sein.

Eine Warnung

Wer streng gläubig ist, sollte jetzt nicht weiterlesen. Denn ich werden ab jetzt auch durchaus ketzerische Aussagen treffen. Das heißt nicht, dass ich Gläubige beleidigen will. Das ist überhaupt nicht meine Absicht. Aber ich werde durchaus Fragen stellen, die sich mit der Unzulänglichkeit der Gläubigen beschäftigt.

Die Fastenzeit

Dem Osterfest voraus eilt eine Fastenzeit von 30 Tagen. Möglicherweise folgt man damit der Zeit, die Jesus in der Wüste verbracht hat. Man will durch dieses Fasten Gott näherkommen.
Aber wahrscheinlich waren die Gläubigen dem Gott schon nahe genug. Denn zu allen Zeiten haben die Menschen versucht, das Fasten irgendwie zu umgehen. In den Klöstern wurde da zum Beispiel Bier gebraut. Im Rausch ließ sich diese Zeit wohl ganz gut ertragen. Und Kalorienreich ist Bier sowieso.

Oder kennen sie die Herrgottsbescheißerle? Das sind Schwäbische Maultaschen. So etwas ähnliches wie Ravioli, nur besser. Das sind also Teigtaschen, in die man so allerlei reinfüllen kann. Natürlich gehören Hackfleisch, Brät und Speck mit zur Füllung. Aber in Teig eingepackt sieht es der Herrgott halt nicht. Nun ja, der Mensch ist halt doch nicht göttlich. Und wenn ich ehrlich bin, ich will es auch gar nicht werden. Der Legende nach sollen diese Maultaschen im Kloster Maulbronn von einem Bruder Jakob erfunden worden sein. Merkwürdig, immer wieder diese Klosterbrüder, die den Herrn bescheißen wollen.

Auch in anderen Religionen sind die Gläubigen nicht ganz so konsequent. Ich habe in meinem Berufsleben immer wieder mit Muslimen zu tun gehabt. Da erinnere ich mich an einen, der gerne mal abends mit uns ein Bier getrunken hat. Auf die Frage nach dem Alkoholverbot antwortete er, „wenn es dunkel ist, sieht Allah nichts“. Oder in unserem Feldlager in Afghanistan, da hatten wir Besuch vom örtlichen Polizeichef. Der klagte, weil er auch bei uns Deutschen immer die afghanische Kost vorgesetzt bekäme. Warum nicht mal Deutsch? Nun bei uns gibt es halt Bratwurst vom Schwein. Da antwortete er, so eine Bratwurst würde er schon essen, und die Mauern seien doch hoch genug, da würde Allah bestimmt nichts bemerken.

Zurück zum Osterfest

Die Fastenzeit endet an Karfreitag. Das ist der Tag, an dem man Jesus an das Kreuz genagelt hat. Für die Christen neben dem Tag der Auferstehung der wichtigste Tag im Kirchenjahr. Aber warum soll es da keine Tanzveranstaltungen geben? Ich kenne die derzeitigen Zahlen der Kirchenmitglieder nicht. Aber fest steht doch, dass den Kirchen die Leute weglaufen. Und sollen wir uns jetzt einer Minderheit beugen, damit diese nicht von einer Tanzveranstaltung gekränkt werden? Ist für mich nicht so ganz nachvollziehbar. Vor allem auch deshalb nicht, weil ich viele dieser Gläubigen für ziemlich verlogen halte. Es ist doch merkwürdig, dass gerade zu Weihnachten und Ostern die Kirchen ziemlich voll sind. Ansonsten kann man da eine komplette Bankreihe für sich selbst beanspruchen.

Die Kreuzigung an sich

Betrachten wir uns doch mal diese Kreuzigung etwas genauer. Was ist da eigentlich passiert? Nun, da stand ein Mann vor Gericht. Was ihm da genau vorgeworfen wurde, weiß ich nicht einmal. Es muss wohl so etwas wie Ketzerei gewesen sein. Letztendlich spielt das auch gar keine Rolle. Er wurde zum Tode am Kreuz verurteilt. Das war in dieser Zeit im Übrigen eine durchaus gebräuchliche Strafe. Die hat man nicht eigens für diesen Jesus erfunden.

Und so sind die Römer mit dem Verurteilten auf den Berg Golgatha marschiert und haben das Urteil vollstreckt. Ja, diese Römer hatten an diesem Tag einen völlig normalen Arbeitstag. Zu einem Feiertag ist der Karfreitag nur durch den christlichen Glauben geworden. Den Römern war das damals völlig wurscht. Ich bin auch überzeugt, dass der Vollstreckung viele Menschen beigewohnt haben. Das war aber auch im Mittelalter bei Hexenverbrennungen üblich. Also, was war an dieser Kreuzigung so besonders? Wie schon gesagt, mir erschließt sich da nicht. Deshalb sehe ich auch ein Partyverbot an diesem Tag nicht unbedingt für geboten.

Die Kirchen

Ich hatte anfangs erwähnt, dass viele Menschen die Bedeutung des Osterfestes gar nicht mehr kennen. Hier sehe ich ein deutliches Versagen der Kirchen. Denn die Glaubenslehre ist eindeutig deren Aufgabe. Ich kann mich noch erinnern, dass der Religionsunterricht von Pfarrern durchgeführt wurde. Und es war Pflichtunterricht. Auch für Schüler wie mich, die keinem Glaubensbekenntnis angehörten. Mit einem Zuwachs von muslimischen Bevölkerungsanteilen wurde das aber immer mehr aufgeweicht. Da frage ich mich dann aber, warum haben sich die Kirchen nicht gewehrt?

Das Gleiche gilt auch für den Satz, der Islam gehört zu Deutschland. Spätestens da hätten die Kirchen aufbegehren müssen. Und jetzt werfen wir einmal den Blick auf das siebte der christlichen Sakramente, die Ehe. Wenn man sich da vor Augen führt, wie die Kirche dem Mainstream gefolgt ist. Und heute ist grüne Politik wichtiger als Glaubenslehre. Schlimmer noch, man hat den Glauben zu politischen Zwecken missbraucht. „Impfen ist Nächstenliebe“, Ausschluss von Ungeimpften, ich will gar nicht weiter ausführen, was diese Kirchen noch so alles getrieben haben. Aber die Glaubenslehre haben sie vernachlässigt. Wenn ich aber grüne Politik haben möchte, dann gehe ich nicht in die Kirche. Sich aber jetzt wundern, dass viele Menschen mit der Leidensgeschichte nichts mehr anfangen können. Hut ab, reife Leistung.

Das Fernsehprogramm

Puh, das war ja wieder mal vom Feinsten. Nur Konserven. Bei RTL Asterix von A-Z, Bei Kabel Bud Spencer und Terence Hill, eigentlich wie immer. Allerdings muss ich für diese Sender auch keine Pflichtgebühr abdrücken.
Aber wer glaubt bei ARD und ZDF sei es besser gewesen, der irrt gewaltig. Auch hier nur aufgewärmtes. Und die wenigen Sendungen, die neuere Produktionen zeigen, die mag sich keiner mehr anschauen. Traumschiff mit Silbereisen als Kapitän. Wow, das ist in etwa so, als würde ich einen Film über den Papst drehen, und der Hauptdarsteller ist Boris Becker.

Und dann überall diese Gender- und Diversitätskacke. Immer muss ein Schwuler, eine Lesbe oder ähnliches dabei sein. Natürlich dürfen auch Farbige (oder wie sagt man das heute politisch korrekt?) nicht fehlen. Ja, das gab es auch schon früher, aber es war bei weitem nicht so aufdringlich wie heute. Ich bin mal gespannt, wann der erste Kapitän auf dem Traumschiff eine schwarze Transfrau ist. Ich bin mir sicher, lange wird das nicht mehr dauern. Naja, so ein richtiger Mann ist der Silbereisen ja wohl auch nicht.

Es ist schon bezeichnend, dass man lieber einen dieser alten Monumentalfilme schaut, bevor man ARD und ZDF anschaltet. Oh, noch eine Überraschung, im ZDF zeigten sie Winnetou I – III. Und das sogar ohne Warnhinweis. Aber halt auch aufgewärmt.

Zusammenfassung

Es war ein schönes langes Wochenende. Warum es an Karfreitag keine Tanzveranstaltungen geben soll ist für mich nicht nachvollziehbar. Die Kirchen machen doch eh links-grüne Politik, warum sollte man also auf die noch Rücksicht nehmen.

Das Fernsehprogramm war schlecht wie selten zuvor. Aber wer soviel Geld für Gehälter verbraucht, darf sich nicht wundern, wenn für das Programm nichts übrig bleibt.

Gott sei Dank, das Wetter war wenigstens gut. So konnte man schön im Garten arbeiten. Und auch die Kinder sind viel besser drauf, wenn sie vor die Tür können.

Link

Dazu noch einen kurzen Beitrag von Peter Hahne.
Wider die Oster-Leugner! – DIE ACHSE DES GUTEN. ACHGUT.COM

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