Wissenschaft im Staatsfernsehen

„Wenn alle Experten sich einig sind, ist Vorsicht geboten.“
Bertrand Russell (britischer Philosoph und Logiker)

Wenn ich zur Zeit den Begriff „Experte“ höre, dann wird mir schon schlecht. Und wenn dann noch in den Medien von einem wissenschaftlichen Konsens gesprochen wird, dann bekomme ich Plaque. Denn insbesondere im Staatsfernsehen hört man immer nur eine Meinung. Aber das hat wenig mit Konsens zu tun. Hier wird Konsens dadurch erzeugt, dass andere Meinungen einfach ausgeblendet werden.

Besonders Schlimm wird es aber, wenn solche Wissenschaftler im Fernsehen als Moderator auftauchen oder einen eigenen Blog betreiben. Dann tun sie immer so, als wäre ihre Meinung die einzig Richtige.

Warum tun „Wissenschaftler“ so etwas?

Nun schauen wir uns einmal Eckart von Hirschhausen an. Ausgebildeter Mediziner, Buchautor und jetzt Medizinexperte und Moderator im Staatsfernsehen. Ja, er hat tatsächlich Medizin studiert, war Arzt im Praktikum in der Kinderneurologie an der freien Universität Berlin. Auch bei der Berliner Charite soll er gearbeitet haben. So richtig als Arzt hat der aber nie praktiziert. Selbst in seiner Krankenhauszeit hatte er schon Auftritte als Zauberer (oder besser als Taschenspieler). Und jetzt ist er beim Fernsehen.

Das was ich jetzt ausführe gilt eigentlich nicht nur für v. Hirschhausen, sondern für all diese „Wissenschaftler“ und „Experten“.
Die haben also ein Studium abgeschlossen. Teilweise kommen sie sogar aus Fakultäten, die besonders gefragt sind. Dadurch wären auch die Verdienstmöglichkeiten deutlich überdurchschnittlich. Und trotzdem gehen sie zum Fernsehen.

Da gibt es für mich dann nur zwei Möglichkeiten. Entweder sind sie in ihrem Fach so schlecht, dass eine gute Karriere in ihrem Bereich kaum möglich ist. Oder das Fernsehen zahlt so gut, dass es keinen Sinn macht, in ihrem Bereich zu arbeiten. Dabei macht es einem das Staatsfernsehen auch noch sehr einfach. Man muss da eigentlich nur dem Mainstream folgen, und schon ist die Karriere gesichert. Und wenn man dann als Mediziner auch noch was vom Umweltschutz versteht, dann ist man ein gemachter Mann oder Frau oder Männin oder… Suchen sie sich was aus.

Mai Thi Nguyen-Kim

Aber eigentlich wollte ich auf was ganz anderes hinaus. Eine solche Wissenschaftlerin, nämlich Mai Thi Nguyen-Kim taucht mittlerweile immer häufiger in unterschiedlichen Medien auf. Auch sie ist eine von denen, die zwar ihr Studium zu Ende gebracht, aber nie in ihrem Beruf gearbeitet hat. Sie ist Chemikerin, äußert sich aber derzeit auch zu allen Themen, die Corona betreffen. Ich möchte nochmals darauf hinweisen, sie ist Chemikerin, nicht Mikrobiologin oder Medizinerin.

Die Impfpflicht

Diesen Screenshot habe ich bei Markus Gelau auf Facebook gefunden. Richtig, sie ist ZDF-Star. Was das wohl mit Wissenschaft zu tun hat?
Sie vergleicht in einem Youtube-Auftritt die Impfpflicht mit der Gurtpflicht im Auto. Bisher war mir dabei neu, dass mir der Gurt dabei in meinen Körper eingepflanzt wird. Also Gurtpflicht und körperliche Unversehrtheit sind dann doch zwei paar Schuhe.

Markus Gelau

Auf diesen Youtube-Auftritt hat dann Markus Gelau mit einem Beitrag auf Facebook reagiert. Der ist so zutreffend, dass ich ihn gar nicht weiter kommentieren will.

Ich zitiere:

„Seit Beginn der Pharmafia-Impfkampagne, wird einem von solidarischen, vernünftigen und sehr reflektierten Mitbürgern ja immer wieder gern der SICHERHEITSGURT-VERGLEICH um die Ohren geschlagen. Denn ein Sicherheitsgurt im Auto biete „ja auch keinen 100% Schutz“, sei aber Gesetz.

Hier 5 Gründe, warum dieser „Vergleich“ total passend ist:

1. Du brauchst MINDESTENS 3 Sicherheitsgurte, um rechtlich voll geschützt zu sein. Und natürlich einen neuen Sicherheitsgurt alle 3 Monate! Weil dich dein aktueller Sicherheitsgurt nicht gegen Zusammenstöße mit PKW’s aus neuer Produktion schützt.

2. Dein Sicherheitsgurt funzt nicht, wenn im Auto nebenan keine sind!

3. Atuelle Studien bestätigen ein hohes Risiko von Herzmuskelentzündungen und Gürtelrose nach nur zweimaliger Nutzung deines Sicherheitsgurtes, vor allem unter jungen Menschen.

4. Ohne Beweis, dass dein Auto mindestens 3 aktuelle Sicherheitsgurte chronologisch hintereinander innerhalb nur eines Jahres verbaut hat, könntest du deinen Job verlieren und wirst in jedem Fall aus dem öffentlichen Leben ausgeschlossen.

5. Dein Sicherheitsgurt wurde von der Automobilindustrie in wenigen Wochen ohne Langzeitstudien und Crashtests entwickelt und nun via Notzulassung in Millionen Autos gesetzlich verbaut.“

Schluss

Ich habe ihnen den zugehörigen Youtube-Beitrag verlinkt. Ich habe da nur kurz reingeschaut, dann wurde mir so schlecht, dass ich das Ganze abgebrochen habe. Allein die Sprache, das ist Klippschule. Wenn sie sich das antun wollen, dann nehmen sie sich eine Kostprobe. Aber stärken sie sich vorher.

Dass man so was als Expertin vor die Kamera lässt, zeigt wie weit das Staatsfernsehen gesunken ist.

Wenn wir lange genug warten, dann kann die sogar Kindererziehung…Uah!

Die wäre auch so eine Kanzlerkandidatin für die Grünen.

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