Der Irrsinn mit der Windenergie

Eine Schildbürgerei

„Denn es gibt keine Torheit der Tiere auf Erden, welche der Irrsinn der Menschen nicht unendlich weit übertrifft.“
Herman Melville in „Moby-Dick

Kaufmännische Überlegungen

Wenn ein Investor ein Projekt in Angriff nimmt, dann hat er stets das Ziel, im Nachhinein Geld damit zu verdienen. Niemand würde eine Autofabrik bauen, wenn Autos nicht gekauft würden. Wenn aber der Staat trotzdem will, dass irgendwelche Produktionsstätten entstehen, die wohl nie Gewinn abwerfen, dann muss er Geld dazugeben. Das nennt man dann Subvention.

Gaskraftwerke

Genau dieses Problem kennen wir im Bereich der Gaskraftwerke. Natürlich hat die grüne Lobby erkannt, dass man bei der Energiewende ein Back-Up-System braucht. Das will man mit Gaskraftwerken erreichen. Allerdings sollen die nur dann einspringen, wenn nicht ausreichend Wind- und Solar-Strom verfügbar ist. Das heißt, diese Kraftwerke laufen einen Großteil der Zeit im Leerlauf mit. Heißt, sie kosten Geld, bringen aber keinen Gewinn. Welches Unternehmen sollte in diese Kraftwerke investieren. Und für großartige Subventionen ist nun auch kein Geld mehr da.
Also sucht der Habeck krampfhaft nach Investoren. Ich kann ihm garantieren, er wird keine finden. Nicht unter diesen Bedingungen. Vielleicht könnte er ja mal bei der Caritas anfragen.

Windenergie

Prinzipiell gilt das auch für die Windenergie. Für die Windräder wird nämlich eine Stromeinspeisung garantiert. Das gilt auch für den Fall, wenn niemand diesen Strom braucht. Das führt dann häufig zu dem Fall, dass Deutschland an wind- und sonnenreichen Tagen den Strom ans Ausland verschenken muss. Nein, es ist noch schlimmer, Deutschland muss da teilweise noch Geld dazulegen, damit das Ausland den Strom überhaupt abnimmt.
Die Windmüller stört das allerdings nicht. Die bekommen ihre garantierte Einspeisevergütung. Vom Steuerzahler, der hat es ja.

Eine spannende Geschichte

Nach dreißig Jahren endet die Abnahmegarantie. Für die Unternehmen rechnen sich dann die Anlagen nicht mehr. Deshalb gehen die aus der Nutzung. Und dann müssen die Anlagen zurückgebaut werden.
Und jetzt erzähle ich ihnen eine Geschichte, die ich gestern bei meiner Tochter gehört habe. Ich kann diese zwar nicht auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen, aber plausibel erscheint sie mir doch.

In der Nähe des kleinen Ortes Schweringen, Landkreis Nienburg/Niedersachsen, steht eine Windkraftanlage. Gemäß dem Satellitenbild von Google-Maps geht es um fünf Windräder. Das entspricht auch meinen bisherigen Erkenntnissen. Nun haben diese Windräder das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht. Das heißt allerdings nicht, dass die schon kaputt sind. Nein, im Gegenteil. Das heißt lediglich, dass die nicht mehr subventioniert werden. Damit lohnen die Dinger sich für den Betreiber nicht mehr. Also baut man sie ab.
Und was macht man damit? Nun man transportiert sie nach Polen. Dort sollen sie dann wieder aufgebaut werden. So wie ich die EU kenne, wird man dafür sogar wieder Fördergelder ausschütten.

Was passiert aber auf dem Platz wo die Windräder bisher standen?

Der gleiche Unternehmer will an dieser Stelle neue Windräder bauen. Natürlich nicht so kleine Furzdinger. Wenn es um Windräder geht, dann müssen die heute immer größer werden. Das Größte ist wohl höher als der Kölner Dom.
Wie groß die in Schweringen werden, ist mir nicht bekannt. Jedenfalls größer als die alten.

Und jetzt kommt es. Damit passen auch die alten Fundamente nicht mehr. Die waren ja nur für die kleinen ausgelegt. Und die alten Fundamente einfach erweitern, das geht leider nicht. Fragen sie einfach einmal einen Betonbauer ihres Vertrauens. Das hängt mit der Bewährung (Stahlnetze im Beton) und mit der Bindefähigkeit des Betons zusammen. Ich will das hier nicht weiter ausführen.
Also müssen die alten Fundamente raus. Es geht da schätzungsweise um 10.000 Kubikmeter Stahlbeton. Wahrscheinlich eher noch mehr. Mit der Spitzhacke werden sie da nur wenig ausrichten können. Und auch ein Aufbrechhammer wird kaum etwas bewirken. Da muss man mit Sicherheit sprengen. Und glauben sie mir, mit einer Sprengung dürfte es nicht getan sein. Und vom Sprengen verstehe ich was als ehemalige Pionier der Bundeswehr.

Was kommt also auf uns zu?

Erst mal die alten Fundamente sprengen. Dann mindestens 50.000 Kubikmeter Abraum wegschaffen. Wenn sie Zeit haben, dann können sie ja mal berechnen, wieviel LKW-Ladungen das sind. Größere LKW haben ein Fassungsvermögen von etwa 15 Kubikmetern. Viel Spaß beim Rechnen.
Und jetzt gilt es die neuen Fundamente zu gießen. Da die Windräder größer werden, müssen auch die Fundamente größer sein. Möglicherweise müssen jetzt 75.000 Kubikmeter Stahlbeton gegossen werden. Und dann können endlich die neuen Windräder gebaut werden. Der Unternehmer wird trotzdem sein Geschäft machen. Der Steuerzahler zahlt ja.

Die CO2-Bilanz

Keine Sorge, ich werde sie nicht mit großartigen Berechnungen langweilen. Aber bedenken sie Folgendes. Die LKW für den Abraum werden nach wie vor komplett mit Diesel betrieben. Und auch die Betonmischer für die Neuen Fundamente sind Diesel-Fahrzeuge.
Weiterhin wird beim Abbinden von Beton eine Menge CO2 freigesetzt. Und jetzt stelle ich mir die Frage, wie lange müssen diese Windmühlen laufen, um überhaupt CO2-neutral zu werden?

Fazit

Diese Geschichte gleicht einer Schildbürgerei. Es ist aber auch eine typische Geschichte für Grüne Politik. Oder soll ich besser sagen für sozialistische Planwirtschaft.
Da werden Projekte unterstützt, die nur mit Subventionen wirtschaftlich sind. Und wenn die Subventionen dann wegfallen, dann sind auch die Projekte am Ende.
Interessant dabei ist, dass das mittlerweile bei fast allen grünen Vorhaben so der Fall ist. Wärmepumpen und E-Autos mögen dabei als Beispiele dienen.

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