MOMA besucht vegane Metzgerei
„Natürlich gilt: Niemand ist gezwungen, Fleisch zu essen. Jeder darf essen, was er will. Aber für mich persönlich gilt: ein gegrilltes Stück Schweinefleisch aus bayrischer Herkunft ist einfach unschlagbar.“
Markus Söder
MOMA am 20. Mai
Was früher mal als die Ernährung der Zukunft gepriesen wurde, verschwindet so nach und nach aus dem Dunstkreis der Wahrnehmung. Nichts desto trotz müssen die links-grün geprägten Medien immer mal wieder das Thema auf das Tapet bringen.
Und so hat die ARD am Mittwoch einen Beitrag über eine vegane „Metzgerei“ gesendet. Den Link zum vier-minütigen Beitrag hänge ich an.
Natürlich wurden wieder sämtliche Narrative gepflegt. Man habe beim Fleisch essen ein schlechtes Gewissen. Nur so nebenbei, ich habe das nicht. Und natürlich würde ja nach wie vor zu viel Fleisch gegessen, das sei ungesund. Erstaunlicherweise hat man allerdings geschmackliche Schwächen der Produkte eingestanden. Trotzdem will die Journalistin in Zukunft vermehrt auf vegane Produkte achten.
Der Erfolg von veganen Produkten
Vegane Produkte werden gerne als großer Erfolg dargestellt. So hat man in der Anmoderation zum Fernsehbeitrag darauf hingewiesen, dass der „Metzger“ mittlerweile sechs Filialen betreibt. Das mag ja stimmen, aber ob sich das am Ende lohnt?
Dagegen steht nämlich eine Erfahrung von Edeka. Die hatten nämlich seinerzeit in Berlin drei Filialen eröffnet, in denen ausschließlich vegane Produkte verkauft wurden. Mittlerweile hat man aus wirtschaftlichen Gründen schon zwei wieder geschlossen. Die Dritte wird aus Image-Gründen weiter betrieben. Wirtschaftlich tragfähig ist diese Filiale allerdings nicht.
Ähnliche Erfahrungen musste auch das Unternehmen Rügenwalder machen. Dort wollte man in der Vergangenheit auch mehrheitlich auf vegane Produkte wechseln. Der Erfolg blieb übersichtlich, Rügenwalder steuerte auf den Konkurs zu. Mittlerweile gehört Rügenwalder zum Lebensmittelkonzern Pfeifer & Langen.
Dem veganen „Metzger“ wünsche ich trotzdem viel Erfolg.
Die Wahrheit über den Veganismus
Noch vor etwa fünf Jahren galt der Markt für vegane Produkte als ein Wachstumsmarkt. Mittlerweile tritt aber Ernüchterung ein. Trotz einer Verdopplung der Produktionsmenge seit 2019 bleibt der Markt eine Randerscheinung. Fleischersatzprodukte erzielen gut 600 Mio. Euro im Jahr. Dem gegenüber stehen 45 Mrd. Euro Umsatz aus der Fleischproduktion. Und wer glaubt, dass sich da ein Trend in Richtung vegan entwickelt, der irrt. Derzeit zeigt sich eher eine gegenteilige Entwicklung. So steigt der Pro-Kopf-Verbrauch an Fleischwaren derzeit wieder leicht an. Insbesondere Geflügelprodukte sind mehr gefragt.
Eigentlich hat sich nicht viel geändert. Schon seit vielen Jahren liegt der Anteil von Vegetariern und Veganern in der Bevölkerung zwischen fünf und sieben Prozent. Wenn neue dazukommen, gehen alte wieder weg. Irgendwann wird jeder vernünftig.
Was sie da essen
Es ist schon abenteuerlich, was man bei diesen Fleischersatzprodukten in sich hineinschaufelt. Ich zitiere hierzu aus einem Artikel, den der Journalist Thomas Punzmann am 18. Mai bei Tichys Einblick veröffentlicht hat.
„Wenn man Soja, Weizengluten, Erbsenprotein und Lupinenmehl mit Wasser, Ölen und Bindemitteln mischt, anschließend diesem Vorprodukt mit Stärke und Haferfasern Form gibt, dann mit Rote-Bete-Saft, Karamell, Salz, Hefeextrakt und Aromen auch noch Geschmack hinzufügt, produziert man, etwa in einem kontinuierlichen Hochtemperatur-Kurzzeitverfahren (HTST), bei dem Rohstoffe wie Stärke oder Proteine unter Druck, Wärme und Scherung plastifiziert, gekocht und durch Düsen geformt werden, vegetarische oder sogar vegane Nahrungsmittel.“
Ähnliches habe ich auch schon in anderen Berichten gelesen. Sogar der MOMA-„Metzger“ gesteht, dass er Bambusfasern verwendet, um eine gewisse Konsistenz zu erreichen.
Und da frage ich mich wirklich, ob sie das essen wollen. Darüber hinaus stelle ich mir ernsthaft die Frage, ob solch ein industrielles Produkt wirklich gesund sein soll.

Dies ist ein Beispiel für eine vegane Bratwurst unseres Metzgers. Auch wenn die Journalistin sagt, das sehe schon fast wie eine Bratwurst aus, für mich ist das definitiv was anders. Was, weiß ich allerdings nicht. Allein der Anblick sagt mir schon, das isst man besser nicht. Beim anschließenden Tasting muss dann sogar die Journalistin feststellen, dass beim Geschmack noch deutlich Luft nach oben ist.
Am Ende hilft wieder der Spruch, den wir vom Besseresser Sebastian Lege im ZDF kennen, es schmeckt zwar nicht, ist aber gut für die Umwelt.
Der Faktor Zeit
Immer wieder wird in solchen Reportagen darauf hingewiesen, dass man für die Entwicklung solcher Produkte Zeit benötigt. Ich halte das für fadenscheinig. Denn mittlerweile experimentiert die Industrie seit über 30 Jahren an solchen Produkten, der Erfolg ist überschaubar.
Ob man in Zukunft möglicherweise Fleischprodukte künstlich erzeugen kann, weiß ich nicht. Der Weg dürfte aber noch ziemlich weit sein. Fleischersatz aus pflanzlichen Produkten ist für mich aber definitiv keine Alternative.
Klima und Tierwohl
Furzende Kühe, Wasserverbrauch für Tiere, CO2-Emissionen, all das wird gegen Tierprodukte angebracht. Aber viele dieser Behauptungen sind einfach Unsinn und folgen einer Ideologie mehr als der Wissenschaft.
Darüber hinaus wird immer wieder angebracht, dass das Töten von Tieren unethisch sei. Nur stellt man mit dieser Ansicht sämtliche Vorgänge in der Natur in Frage. Glauben sie wirklich, dass sie eine Katze zum Veganer erziehen können?
Vielmehr sollten wir uns dabei an den Gedanken gewöhnen, dass diese Tiere ausschließlich zum Schlachten gezüchtet werden. Würden wir kein Fleisch mehr essen, dann gäbe es einen Großteil dieser Tiere überhaupt nicht. Und womit dann die vielen Bio-Bauern düngen sollen, diese Frage ist auch nicht beantwortet.
Schlusswort
Was ich von Veganern halte, das wissen sie. Dass unsere Qualitätsmedien immer mal wieder einen loslassen müssen, ist nicht neu. Richtiger wird es dadurch aber nicht.
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass hier nach einem Motto verfahren wird, was ich noch aus meiner Schulzeit kenne.
„Leute, esst Scheiße! 20 Millionen Fliegen können nicht irren.“
Die Links
Der erste Link ist der Beitrag aus der ARD, muss man nicht unbedingt sehen. Den zweiten Beitrag halte ich aber für sehr empfehlenswert.
Morgenmagazin: MOMA-Reporter: Besuch beim veganen Metzger – hier anschauen
Fleischersatz-Produktion: Von wenig zu noch weniger“