Dies und das am 06.06.

Der wöchentliche Wahnsinn der 23. Woche

„Das Rückgrat ist bei manchen Politikern unterentwickelt – vielleicht weil es so wenig benutzt wird.“
Margaret Thatcher

Unser Friedrich ist nicht willkommen

Im Osten ist Wahlkampf. Und eigentlich nutzen die Parteien im Wahlkampf gerne den Kanzlerbonus. Dass war allerdings schon mit Scholz ziemlich riskant. Aber jetzt mit dem Musikinstrument? (Sie wissen schon – Arschgeige darf man nicht mehr sagen.)
So wollte die CDU-Spitze kurz vor der Landtagswahl in Magdeburg tagen und so im Wahlkampf für ein wenig Rückenwind sorgen. Jetzt hat man die Sorge, dass aufgrund der allgemeinen Beliebtheit unseres Pinocchios (das darf man laut Gerichtsentscheid noch sagen) aus dem Rückenwind Gegenwind werden könnte. Das will man natürlich vermeiden. Die AfD ist eh schon viel zu stark. Da sagt man die Veranstaltung dann lieber ab.
Eine kluge Entscheidung, finde ich, aber ob es was nützt? Denn weg ist die Pfeife ja trotzdem nicht.
Quelle: Tichys Einblick

So wird man rechtsextrem

Der Co-Vorsitzende Fraktionschef der AfD im Magdeburger Landtag postet auf X: „Lasst uns die ermordeten Kinder, die diese illegale und unkontrollierte Zuwanderung durch die Altparteien zu verantworten hat, niemals vergessen. Es kann jeden in Deutschland treffen, immer und überall!“ Weiter wollte er „die abwählen, an deren Händen das Blut der Opfer klebt und die für diese Zustände verantwortlich sind.“
Das reicht dem Landesamt für Verfassungsschutz schon aus, ihm im Jahresbericht Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit vorzuwerfen.
Ein Aufruf zur Trauer und die Aufforderung zur Abwahl der Verantwortlichen ist also rechtsradikal. Witz komm raus, du bist umzingelt.
In der Folge kommt es zu einem ordentlichen Shitstorm. Nun will das Innenministerium Sachsen-Anhalt den Jahresbericht nochmal überarbeiten. Ich bin ja der Meinung, dass man den Bericht vor der Veröffentlichung mal hätte lesen sollen. Aber warum sollte man, wo das Ergebnis doch so gut ins eigene Narrativ passt.
Man kann nur hoffen, dass der Wähler weiß, wo er im Herbst das Kreuz machen muss.
Quellen: Apollo News und Apollo News

So geht Demokratie

Die AfD lädt mal wieder zu einem Bürgerdialog ein. An sich völlig normal, machen andere Parteien auch.
Die AfD hat dafür den historischen Raddampfer „Freya“ der in Sylt ansässigen Reederei „Adler Schiffe“ gechartert. Zunächst absolut kein Problem für die Reederei. Das ist nämlich ihr Geschäft.
Dann kommen aber die Spezialdemokraten ins Spiel. Es wird Stimmung gegen die AfD gemacht. Die Reederei wird unter Druck gesetzt. Selbst die Sylter Bürgermeisterin schaltet sich ein. Am Ende sagt die Reederei die Fahrt ab.
Ich will ja nichts verharmlosen, aber hatten wir das nicht schon einmal – „kauft nicht bei…“.
Die müssen panische Angst haben, wenn die schon in das Wirtschaftsgebaren von Unternehmen eingreifen. Viel schlimmer ist aber, dass die Unternehmen da mitspielen.
Quellen: Junge Freiheit und taz

In den Qualitätsmedien hört man nichts

Sie wissen es schon, die größte Gefahr kommt von rechts. Das stimmt zwar nicht, spielt aber für die Mitglieder „unserer Demokratie“ keine Rolle. Nun soll der kommissarische Leiter des Bundesamtes für Verfassungsschutz Sinan Selen im Rahmen eines Frühstücks im Bundestag vor den Gefahren der Unterwanderung politischer Institutionen durch islamistische Organisationen gewarnt haben. Dabei wies er auf Aktivitäten der Muslimbruderschaft hin. Insbesondere seien linke Parteien dafür anfällig. Und jetzt schauen sie einmal, wer sich so alles mit antisemitischen Bewegungen verbrüdert. Eigentlich ein Witz, dass die das erst jetzt merken.
Auf der anderen Seite spielen unsere Qualitätsmedien dieses schmutzige Spiel ja begeistert mit.
Quelle: Tichys Einblick

Neues von der E-Mobilität

Ich hatte schon mehrfach über Probleme von E-Bussen im öffentlichen Nahverkehr gesprochen. Und immer, wenn diese Busse eine höhere Leistung aufgrund von Bergstrecken erbringen müssen, dann bleiben sie irgendwann stehen.
Ein neues Beispiel habe ich aus dem Kanton Glarus (CH). Dort sind in der Ortschaft Schwanden auf einer Strecke 180 Höhenmeter zu überwinden. Das strengt den Bus so sehr an, dass er überhitzt. Dann müssen die Fahrgäste aussteigen und warten bis sich der Bus wieder abgekühlt hat. Abschleppen habe man aber bisher keinen von den Bussen, so der Betreiber „Autobetrieb Sernfttal AG“. Wie beruhigend. Aber vielleicht können die Fahrgäste das letzte Stück auch schieben. Wenn man ihnen den Fahrpreis erstattet sollte das doch kein Problem sein.
Quelle: Apollo News

Deutschland und die Stahlproduktion

Der deutschen Stahlindustrie werden ja ständig Klötze zwischen die Beine geworfen. Grüner Stahl soll es sein. Aber leider ist der viel zu teuer. Strom ist auch nicht genug da. Und grüner Wasserstoff? Fehlanzeige. Trotzdem versuchen die Unternehmen ihr Bestes.
Jetzt kommt es aber noch besser. Für die Stahlproduktion braucht man Rohstoffe. Eisenerz, Schrott und derzeit noch Kohle. Und das muss irgendwie zu den Stahlwerken gebracht werden. Wer macht das? Natürlich die deutsche Bahn. Aber da ist das Netz ziemlich marode. Seit Merkel regelrecht kaputtgespart. Und jetzt wird gebaut und geflickt. Leider geht das zu Lasten der Leistungsfähigkeit. Und so kommen die Rohstoffe nicht rechtzeitig und ausreichend zu den Betrieben. Die stehen dann still und warten auf den nächsten Zug.
Was machen die Betriebe eigentlich, wenn dann der Zug ankommt und kein Wind weht? Sie wissen schon, wegen des Stroms.
Nun ja, was den Klimaidioten nicht gelingt, das macht jetzt die Bahn. Oder steckt da vielleicht sogar System dahinter?
Quelle: Tichys Einblick

Sogar die Pharma-Industrie will nicht mehr

Eigentlich heißt es ja immer, die Pharmaindustrie sei eine Goldgrube. Aber auch die müssen irgendwo produzieren. Und so sind auch die immer auf der Suche nach den besten Standorten. Deutschland scheint das nicht mehr zu sein. Und so haben die Großkonzerne Boehringer Ingelheim und Lilly geplante Investitionen in Deutschland gestoppt. Betroffen ist im Wesentlichen Rheinland-Pfalz. Als Grund wird die derzeitige Politik der Bundesregierung genannt.
Nun bekommt die Landesregierung Fracksausen. Der neue Ministerpräsident Gordon Schnieder (CDU) hat umgehend mit den Unternehmen Kontakt aufgenommen. Aber was will der denen schon anbieten?
Vielleicht könnte der ja mit seinem Bruder Patrick (Verkehrsminister) in der Bundesregierung aufnehmen.
Nur mal so nebenbei, die AfD ist nicht schuld, die ist auch in Rheinland-Pfalz nicht in der Regierung. Nur für den Fall, dass sie es nicht wissen.
Quelle: SWR Aktuell

Die ersten Hitzetoten bei der ARD

Auch wenn der ÖRD (öffentlich-rechtlicher Dummfunk) was anderes behauptet, ich finde der Mai war ziemlich kalt. Mein Garten bestätigt das sogar. Und endlich hatten wir Ende Mai einige wenige warme Tage. Und schon dreht sich das Hitzekarussell mit voller Kraft. Da berichtet die ARD, das es in Frankreich sieben Hitzetote gegeben haben soll. Bei näherem Hinschauen ergibt sich was anderes. Fünf sind beim erfrischenden Baden ertrunken. Vielleicht lag es bei denen gar nicht an der Hitze. Vielleicht konnten die einfach nicht schwimmen.
Die anderen Beiden seien beim Sport ums Leben gekommen. Auch bei denen ist nicht die Hitze Ursache, sondern deren Dummheit. Eigentlich lernt man das schon in der Grundschule. Wenn es sehr heiß ist, dann macht man Pause.
In Spanien machen sie Siesta, in der Schule gibt es Hitzefrei. Nur ein paar Idioten, die müssen auch in der größten Hitze noch durch die Gegend rennen. Ich habe solche Idioten auch bei der Bundeswehr kennen gelernt. Aber wie heißt es so schön, Sport ist Mord, in diesem Falle sogar Selbstmord.
Sollte die ARD aber tatsächlich davon ausgehen, dass bei Hitze die Birne weich wird, dann sollte man schleunigst in den Studios für ausreichend Kühlung sorgen.
Quelle: NIUS (hier finden sie auch den kurzen Clip)

Schluss

Das war es dann mal wieder mit dem wöchentlichen Wahnsinn.
Und wie immer, einer zum Wochenende.

Auf einer Safari in Afrika hüpft der Chihuahua einer Touristin aus dem Jeep und rennt in die Steppe. Ein Löwe sieht ihn und denkt: „Nanu, so einen habe ich hier noch nie gesehen. Der sieht aus wie ein leckeres Häppchen für Zwischendurch.“
Also rennt er auf den Chihuahua zu. Der Hund wird panisch. Da sieht er neben sich einen Haufen abgenagter Knochen. Er wirft sich davor und ruft: „Mann, das war echt gutes Löwenfleisch! Aber satt bin ich noch nicht.“
Der Löwe erschrickt: „Dieser Fremde ist offenbar viel gefährlicher, als er aussieht.“
Oben auf einem Baum hat ein Affe alles beobachtet und denkt: „Wenn ich dem Löwen erzähle, was hier wirklich los war, bin ich sein Freund und stehe unter seinem Schutz.“
Also läuft der Affe zum Löwen und verpetzt den Chihuahua. Voller Zorn brüllt der Löwe: „Na warte. Dem Zwerg zeigen wir, wo der Ziegenbock den Honig hat.“
Sie laufen also zu dem kleinen Hund. Als sie in Hörweite sind, brüllt der: „Wo bleibt bloß dieser dämliche Affe? Ich habe ihm vor einer Stunde gesagt, er soll mir gefälligst noch einen Löwen bringen!“

In diesem Sinne eine schöne Woche noch.
Und bleiben sie mir gewogen.

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