Jetzt soll doch mit Putin verhandelt werden
„Diplomatie besteht darin, den Hund solange zu streicheln, bis der Maulkorb fertig ist.“
Friedrich Nietzsche
Der Ukraine-Krieg findet kein Ende
Seit über vier Jahren tobt der Ukraine Krieg. Ein Ende ist nach wie vor nicht absehbar. Ob die Ukraine tatsächlich die Oberhand gewinnt, wie derzeit in den Qualitätsmedien geunkt wird, ist für mich nicht entschieden. Richtig ist, dass die Ukraine mit weitreichenden Drohnen die Energiewirtschaft Russlands massiv beschädigt.
Gemäß Aussagen verschiedener Experten bricht die russische Wirtschaft derzeit massiv ein. Man geht zur Zeit von einem Wirtschaftswachstum von einem Prozent aus. Was daran so schlimm sein soll, erschließt sich mir nicht. In der EU ist das Wachstum kaum höher. Deutschland hinkt da sogar noch hinterher. Und das ganz ohne Krieg.
Nichts desto trotz betonen unsere Politidioten, dass das die Folge der strengen Sanktionen sei. Das ist aber in meinen Augen eine Form von Selbstbetrug. In einem Land, wo die Energieversorgung massiv gestört ist, da bricht die Wirtschaft ein. Sanktionen sind dafür nicht die Ursache.
Ein Ende des Krieges ist also nach wie vor nicht absehbar. Was soll man aber nun tun?
Man hat Russland über vier Jahre isoliert
Abgesehen von diesen wirkungslosen Sanktionen hat der Westen versucht, Russland zu isolieren. Aus der Gruppe der Acht (G8) hat man Russland ausgeschlossen. Auch China hat nie dazugehört. Auch bei den G20 versucht man Russland zu isolieren.
Und in der UN-Versammlung finden direkte Verhandlungen eh nicht statt. Zu einer Resolution gegen Russland kann es nicht kommen, weil Russland ständiges Mitglied im Sicherheitsrat ist und Veto-Recht besitzt.
Auch im internationalen Sport hat man Russland ausgeschlossen. Letztendlich hat man alle bestehenden Gesprächskanäle gekappt. Bisher wurde nicht einmal der Versuch gestartet, einen dieser Kanäle wiederzubeleben. Im Gegenteil. Jeder, der es versucht hat, wurde als Putin-Versteher geächtet. Ich erinnere nur an den Putin-Besuch Victor Orbans. Dass AfD-Politiker für solche Besuche beschimpft werden ist da schon keine Besonderheit mehr.
Was soll man also tun?
Man wird nicht darumkommen, mit Russland in Verhandlungen zu treten. Es ist sicher, dass das lange und zähe Verhandlungen werden. Das haben Trumps Versuche überaus deutlich gemacht. Trump hat es wohl schon aufgegeben, vielleicht hat er aber auch schon seine Ziele erreicht. Die Ukraine interessiert Trump nur am Rande, das ist seiner Ansicht nach ein europäisches Problem. Und wenn ihr Europäer in der Straße von Hormus nicht helft, wieso sollte ich euch bei der Ukraine helfen.
Die EU dürfte also auf sich alleine gestellt sein.
Wer soll die Verhandlungen führen?
Eine der Grundvoraussetzungen ist, einen Verhandler zu finden, der beiden Seiten genehm ist. Putin hat dafür schon Gerhard Schröder vorgeschlagen. Dem wird berechtigter Weise aber eine zu große Nähe zu Putin bescheinigt. Dem kann ich nicht einmal widersprechen. Aber den würde Putin wenigstens akzeptieren. Ich glaube nicht, dass Putin mit unserer Uschi verhandeln wird. Dafür hat sie ihn zu oft angegriffen. Das gleiche dürfte auch für viele deutsche Spitzenpolitiker gelten. Allein wenn man sich an die Sprüche einer Flak-Zimmermann oder Baerbock erinnert, dann dürfte klar sein, dass Putin mit denen nicht sprechen wird. Ich lasse sie jetzt mal mit ihren Überlegungen allein. Versuchen sie mal einen geeigneten Verhandlungsführer zu finden. Das wird in der EU wirklich schwierig.
Was kann man Putin anbieten?
Wenn ich in eine Verhandlung gehe, dann muss ich nicht nur wissen, was ich fordere, sondern ich muss auch wissen, was ich dem Gegenüber anbieten kann. Und da sieht es für die EU richtig düster aus. Was haben wir, was der Russe nicht hat. Nun, mit Moral könnten wir dienen. Ich glaube aber nicht, dass Putin dran interessiert ist. Man könnte ihm vielleicht auch mit gemeinsamen Wirtschaftsprojekten locken. Aber was hat die EU da noch zu bieten? In diesem Zusammenhang ist China für Putin deutlich interessanter. Und so lukrativ ist der europäische Markt mit all seinen Umweltauflagen auch nicht mehr.
Fazit
Für diesen Beitrag habe ich als Grundlage einen Bericht genutzt, der schon vier Wochen alt ist. Ich wollte eigentlich abwarten, ob denn nun etwas passiert. Leider muss ich feststellen, dass nichts passiert ist.
Wie denn auch? Einen Verhandler, der von beiden Seiten Akzeptiert wird, ist nach wie vor nicht in Sicht. Wird auch schwierig bei dem links-grünen Pack in der EU. Und ein Angebot für Putin wird nicht einmal gesucht. Man scheint also immer noch zu glauben, dass man nur mit der Moralkeule wedeln muss, und dann knickt Putin ein.
Die EU hat zwar erkannt, dass diplomatische Mittel zum Einsatz kommen müssen. Leider haben aber die moralbesoffenen Politiker vergessen, wie Diplomatie funktioniert. Und wenn dann einer auftaucht, der es wenigstens versucht, dann wird der auch noch beschimpft.
Fest steht, die EU wird diesen Krieg nicht beenden. Dafür fehlt den entscheidenden Personen eigentlich alles.
Zwei Links zum Thema
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