Der wöchentliche Wahnsinn der 22. Woche
„Der Trog aus dem die Schweine fressen, ist immer der gleiche. Es sind nur die Schweine, die wechseln.“
Albert Buntenbroich, deutscher Satiriker
Was man noch sagen darf
Es ist schon so eine Sache mit den Politikerbeleidigungen. Vor allem dann, wenn Politiker so sensibel sind. Letztens hat einer einen Kommentar gepostet, in dem er Merz als Lackaffe bezeichnet hat. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft war das strafbewehrt. Allerdings war es wohl eher geringfügig, das Verfahren wurde gegen Zahlung einer Geldbuße von 100 Euro eingestellt. Jawoll, das wäre mir die 100 Euro schon wert. Übrigens Pinocchio führt nicht zu einer Strafverfolgung. Man muss sich heute also gut überlegen, wie man Politiker bezeichnet. Ich jedenfalls nutze als Beschimpfung „Musikinstrument“. Arschgeige dürfte nämlich wieder strafbewehrt sein.
Wie das allerdings mit dem „Eiersack“ ist, ist nicht ganz klar. Diesen Begriff hat Kubicki nämlich genutzt. Von einer Strafverfolgung weiß ich bisher nichts.
Quelle: NIUS und Tichys Einblick
Die Not der CDU
Die CDU geht den Bach runter. Gleichermaßen steigt die Zustimmung für die AfD. Was tun? Einen Politikwechsel will man nicht, das wäre ja das Ende von Fritzens Kanzlerschaft.
Und da hat man eine Tolle Idee. So verschickt die Bundesgeschäftssteller der CDU ein Schreiben an alle Bundestagsabgeordneten der AfD. Teil dieses Schreibens ist eine unter Carsten Linnemann vorgefertigte Austrittserklärung aus der AfD. Die Abgeordneten müssten nur noch unterschreiben.
Beigefügt war auch noch die Anti-AfD Broschüre „Abstieg für Deutschland. Keine Alternative“.
Also wer da glaubt, dass man so die AfD besiegen kann, der glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten.
Ich glaube viel mehr, dass CDU mittlerweile den Weg der FDP einschlägt.
Quelle: Tichys Einblick
Die FDP ist auch nicht besser
Gibt es die FDP überhaupt noch? In vielen Parlamenten ist diese Partei schon nicht mehr vertreten. Und glaubt man den Umfragen, dann dürfte diese Partei auch aus weiteren Parlamenten verschwinden. Man braucht also einen Neuanfang. Aber wer soll es tun? Man einigte sich auf Wolfgang Kubicki. Ist wohl der Einzige, der noch den meisten bekannt ist. Aber ob sich ein 74-Jähriger zur Erneuerung eignet?
Und dann bringt sich Flak-Zimmermann, das Flintenweib der FDP, noch kurzfristig ins Spiel. Dass die zum links-grünen Flügel in der FDP gehört ist bekannt. Am Ende gewinnt Kubicki die Wahl zum Vorsitzenden mit knapp 60 Prozent. Gut 40 Prozent fallen folglich an den links-grünen Flügel.
Glaubt da wirklich einer ernsthaft, dass so eine Erneuerung in der Partei möglich wird?
Bevor die FDP so den Weg in die Parlamente zurückfindet, fallen Ostern und Weihnachten auf denselben Tag.
Quellen: Apollo News und andere
Irrungen und Wirrungen bei der Sprache
Wie nennt man einen Menschen, der Trompete spielt? Für mich war das immer ein Trompeter, von mir aus auch eine Trompeterin. Beim MOMA im ZDF sprach man letzte Woche von einem Trompetisten. Trompetistin ginge auch, wäre aber genau so bescheuert. Wie wäre es dann beispielsweise mit Trompetenden?
Liebe Leute, Medien, die solche Begrifflichkeiten verwenden, kann man doch nicht mehr ernst nehmen, oder?
So geht sparen
Dass sich die Länderminister hin und wieder zu Gesprächen treffen, ist nicht neu. Auch wenn unter Gesichtspunkten des Umweltschutzes Video-Konferenzen völlig ausreichend wären.
Aber das wäre viel zu einfach. Und so haben sich die Energieminister der Länder am 20. Mai auf Norderney getroffen. Auf Norderney, da wo andere Urlaub machen. Und das nennen die dann arbeiten.
Es wäre ja alles nicht so schlimm, wenn dann wenigstens brauchbare Ergebnisse herausgekommen wären. Am Ende bleibt aber alles beim Alten mit der Energiewende. Die Korrektur des IPCC wird dabei natürlich komplett ignoriert. Aber so ist das halt bei Kommunisten. Die tun sich immer ein wenig schwer beim Denken. Und da muss man dann halt mehr glauben.
Quelle: NDR
Lustiges mit der E-Mobilität
Man könnte ja aus den Fehlern anderer lernen. So hatte Porsche seinerzeit ja schon mit dem vollelektrischen Porsche Schiffbruch erlitten. Aber das ist für Ferrari natürlich kein Thema.

Die präsentieren den neuen Ferrari „Luce“. Und was ist die Reaktion? Die Aktienkurse fallen. Denn wer sollte sich so ein Teil kaufen?
Wer einen Ferrari fährt, der will nicht nur gesehen werden, den soll man auch hören. Mir dröhnt es jedes Mal in den Ohren, wenn ich einen Ferrari an mir vorbeischießen sehe und ich finde es geil.
Ich glaube nicht, dass ein Ferrari attraktiv ist, wenn er klingt wie eine Straßenbahn. Und bei Autos, die mehrere Hunderttausend Euro kosten, da spielen Spritpreise eher eine untergeordnete Rolle.
Quelle: Capital und BILD
Erfahrungen mit der E-Mobilität
Regelmäßig verlegt die EU-Kommission von Brüssel nach Straßburg. Ob das sinnvoll ist, soll hier nicht Thema sein. Die Strecke von etwa 440 Kilometern wird mit Autos zurückgelegt. Allerdings sind die Kommissare und ihr Gefolge auf E-Autos angewiesen. Das führt mittlerweile zu einem gewissen Unmut, denn die Dinger schaffen selbst die 440 Kilometer nicht an einem Stück. Durch die notwendigen Ladestopps kann die bisherige fünfstündige Fahrt leicht auf sieben Stunden anwachsen. Zwischenzeitlich kam man sogar auf die Idee, ein Geschwindigkeitslimit von 90 Km/h zur Reichweitenverlängerung festzulegen. Tja, geliefert wie bestellt.
Die ungarische Delegation ist da allerdings kreativer. Die hat sich für diese Fahrt einen Kleinbus gechartert, Diesel natürlich. Damit kommen die nicht nur bis Straßburg, die kommen mit einer Tankfüllung sogar noch zurück.
Vielleicht ist der Diesel doch die bessere Lösung. Aber wie erklärt man das der Klima-Lobby?
Quelle: Tichys Einblick
Die Fußball-WM steht vor der Tür
Wenn es ein Ereignis gibt, was Menschen in Deutschland verbindet, dann ist das die Fußball-WM. In der Vergangenheit konnte man das an den vielen Orten mit „Public Viewing“ erkennen. Dieses Mal dürfte das gemäß MOMA kaum stattfinden. Es fänden sich einfach keine Investoren.
Für Menschen, die ihr Hirn nicht abgeschafft haben, ist das aber erwartbar. Aufgrund der Zeitverschiebung finden viele Spiele mitten in der Nacht statt. Da liegen selbst die Hartgesottenen in ihren Betten. Für Investoren heißt das, kein Umsatz. Dazu kommt dann noch die Sicherheitslage. Da wissen wir aus Erfahrungen mit den Weihnachtsmärkten, die Kosten ins Unermessliche gestiegen sind. Für einen Investor heißt das, geringe Umsätze bei hohen Kosten, das lohnt sich nicht.
Da hätte man auch alleine draufkommen können.
Schluss
Das war es dann mal wieder mit dem wöchentlichen Wahnsinn.
Und wie immer, einer zum Wochenende.
Ein Fiat 500 und ein Ferrari Testarossa stehen vor einer roten Ampel.
Lästert der Ferrari-Pilot: „Na, führst du deinen Blecheimer Gassi?
Mein Renner hat 600 PS, mit wie vielen kannst denn du aufwarten!“
Der Mann im Fiat bleibt ungerührt.
Es wird grün und der Ferrari zieht ab wie ein Geschoss.
Nach fast drei Kilometern erreicht der Fiat eine scharfe Rechtskurve.
Deutlich sichtbar ist die Leitplanke durchbrochen und der Ferrari steckt mit der Front in einem Teich.
Genüsslich kurbelt der Fiat-Fahrer die Scheibe herunter und ruft nach unten: „Na, geben Sie Ihren Pferdchen jetzt zu saufen?“
In diesem Sinne eine schöne Woche noch.
Und bleiben sie mir gewogen.