Migration und Gesundheitswesen

Wie uns die Politik bescheißt

„Wer nicht jeden Tag etwas Zeit für seine Gesundheit aufbringt, muss eines Tages sehr viel Zeit für die Krankheit opfern.“
Sebastian Kneipp

Die Behauptung

Wann immer es um Abschiebung von Migranten geht, kommen insbesondere linke Politiker mit dem Argument, dass diese ja die zukünftigen Arbeitskräfte seien, die unseren Wohlstand sichern sollen. Insbesondere wenn es um Syrer oder Afghanen geht, wird dieses Argument genutzt. Ich will da gar nicht näher drauf eingehen.
Aber in den letzten Tagen kommt es immer wieder vor, dass in meinem Bekanntenkreis damit argumentiert wird, dass diese Leute als Ärzte oder Pflegekräfte dringend gebraucht würden. Ich halte dieses Argument für grundlegend falsch. Es entspricht auch nicht meinen täglichen Beobachtungen. Ich weiß aber, dass solche Beobachtungen trügerisch sein können. Ich möchte also einmal versuchen, dieses Argument zu entkräften.

Meine täglichen Beobachtungen

Zunächst muss ich bemerken, dass ich in einer eher ländlichen Region wohne. Das Migrationsproblem ist zwar auch hier präsent, möglicherweise aber nicht so gravierend wie in Großstädten.

Ich gehe selten zum Arzt. Aber wenn ich dann einmal zu Arzt gehe, dann sind die Wartezeiten ewig lang. Natürlich sind alte Menschen dort deutlich stärker vertreten, ich gehöre mit meinen 67 Jahren ja auch dazu. Das spielt in meinen Überlegungen allerdings nicht die große Rolle. Was ich aber immer wieder feststellen muss, der Anteil an Patienten mit Migrationshintergrund wird immer größer. Dieser Anstieg ist aber bei den Ärzten und Pflegekräften eher nicht bemerkbar.

Sicherlich gibt es Ärzte mit Migrationshintergrund. Ich habe aber bisher keinen Arzt erlebt, der aus den größten Migrationsgruppen kommt. Türkische Ärzte gibt es vereinzelt: Arabischen Ärzten bin ich bisher noch nicht begegnet. Ärzte die aus Asien kommen, gibt es da schon mehr. Mag sein, dass das in Krankenhäusern anders aussieht. Das weiß ich aber nicht.

Im Pflegebereich, bzw. im Bereich der unterschiedlichen Arzthelfer findet man häufig Polen oder Menschen aus der ehemaligen Sowjetunion. Ob das alles Russen sind, weiß ich nicht. Die sprechen in der Regel sehr gut Deutsch und leisten auch sehr gute Arbeit. So zumindest mein Eindruck. Syrern oder Türken bin ich auch da noch nicht begegnet.

Vielleicht ist es nur ein falscher Eindruck, aber ich habe das Gefühl, dass Migranten aus muslimischen Staaten im Gesundheitswesen kaum präsent sind. An jeder Ecke findet man Dönerbuden oder türkische Pizzerien, Im Gesundheitswesen muss man nach diesen Menschen suchen.

Rechnen wir wieder einmal

Wenn aber behauptet wird, dass diese Flüchtlinge unser Gesundheitswesen stützen würden, dann lohnt es sich da mal genauer hinzuschauen.
In verschiedenen Quellen habe ich gefunden, dass die Ärztedichte in Deutschland 45 bis 60 Ärzte auf 10.000 Einwohner beträgt. Der Einfachheit halber gehen wir einmal von 50 aus. In diesen Zahlen sind natürlich nicht nur die Allgemeinmediziner, sondern auch die Fachärzte enthalten. Spielt aber auch keine Rolle.

Derzeit leben in Deutschland gemäß statistischem Bundesamt etwa 1,3 Millionen syrische Flüchtlinge. Knapp eine Million von ihnen besitzt nicht die deutsche Staatsangehörigkeit. Nehmen wir also nur mal diese eine Million. Die setzen wir dann einmal in das Verhältnis zu 50 Ärzten auf 10.000 Einwohner. Eine Million dividiert durch 10.000 ergibt 100. Demnach müssten die Syrer 100×50=5.000 Ärzte mitbringen. Damit würden allerdings nur die Zugewanderten versorgt. Einen Nutzen für die deutsche Bevölkerung würde dadurch noch nicht entstehen.

Gemäß dem Ärzteblatt arbeiten in Deutschland gut 6.000 syrische Ärzte. Die Masse von denen in Krankenhäusern. Wie wir oben berechnet haben, ist das nur geringfügig mehr als das, was wir für die Versorgung der syrischen Flüchtlinge benötigen. Ein wirklicher Nutzen für Deutschland besteht also nicht wirklich.
Türkische Ärzte in Deutschland werden mit knapp 3.000 angegeben. Das dürfte dem Anteil der Türkischen Bevölkerung nicht einmal entsprechen.
Afghanische Ärzte kommen in der Aufstellung des Ärzteblattes nicht einmal vor (Quelle: aerzteblatt.de)
Über das Pflegepersonal, bzw. medizinische Unterstützungspersonal habe ich keine genauen Angaben gefunden. Ich gehe aber davon aus, dass die Situation dort nicht viel anders aussieht.

Ein weiterer Aspekt

Selbst wenn die Migranten ausreichend Ärzte mitbringen würden, dann sollte man nicht vergessen, dass die auch irgendwie bezahlt werden müssen. Das würde dann aber voraussetzen, dass aus dieser Gruppe ausreichend Menschen einer sozialversicherungspflichtigen Arbeit nachgehen und somit in das Gesundheitssystem einzahlen. Auch sogenannte „Aufstocker“ sind dabei nicht wirklich hilfreich. Wenn man dann aber die Zahlen der Bundesagentur für Arbeit liest, dann stellt man fest, dass Migranten beim Bürgergeld fast 45 Prozent ausmachen, obwohl ihr Bevölkerungsanteil gerade einmal 15 Prozent beträgt. In der Tendenz steigt dieser negative Trend weiter an. Auch hier unterstützt Migration nicht, im Gegenteil, die derzeitig praktizierte Migration belastet das System deutlich mehr, als sie nutzt.

Zusammenfassung

Nutzen wir einfach mal den unbeliebten Begriff der „Remigration“. Wenn wir wirklich alle ausweisen, die kein Bleiberecht in Deutschland besitzen, dann wird das unsere Sozialsysteme kaum belasten. Denn wir verlieren ja nicht nur die Ärzte, sondern auch die entsprechenden Patienten. Und das gilt logischerweise auch für die Pflege. Argumentationen unserer Politiker bezüglich der medizinischen Versorgung durch Migration ist also mit großer Vorsicht zu genießen.

Lösungsvorschlag

Migration ist auf Dauer nicht die Lösung, sondern eher das Problem. Viel wichtiger wäre es, wieder zu einer vernünftigen Familienpolitik überzugehen, in der man nicht bestraft wird, wenn man Kinder großzieht. Die Abschaffung des Ehegattensplittings ist hier jedenfalls wenig hilfreich.
Darüber hinaus sollten wir wieder erheblich mehr in Bildung investieren, damit wir aus der eigenen Gesellschaft ausreichend Arbeitskräfte generieren können. Und ich meine damit richtige Bildung, mit einer Bestenauslese. Studiengänge wie beispielsweise Genderwissenschaften werden dafür nicht gebraucht.

Ein Link zum Thema

„Ärzte aus Syrien“: Dirk Wiese stellt sich gegen Remigration – Apollo News

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